Ausgabe: 2002/22, Bukarest, Todea, Waffengesetz, Untersuchung, Ai
29.05.2002
- Er war ein Unbeugsamer
Bukarest. Am Mittwoch vergangener Woche ist in Rumänien Kardinal Alexandru Todea (89) gestorben. Der 1950 geheim geweihte Bischof der damals verbotenen rumänisch-katholischen Kirche wurde wenige Monate nach seiner Weihe verhaftet und zu lebenslangem Gefängnis verurteilt. 1964 wurde er freigelassen und stand bis zum Sturz Ceausescus unter Hausarrest. Trotz ständiger Bewachung wurde sein Haus zum Treffpunkt der rumänischen Untergrundkirche. 1990 wurde Todea zum Metropoliten der wieder zugelassenen griechisch-katholischen Kirche Rumäniens und zum Erzbischof von Alba Julia ernannt. Seit 1992 war der Märtyrer-Bischof durch einen Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt. 1994 trat er von seinem Amt zurück. Im Jahr 2000 besuchte ihn der orthodoxe Patriarch Theoctist, um die Spannung zwischen den beiden Kirchen zu beenden. Todea, der nur noch das „Vater unser“ sprechen konnte, betete mit ihm gemeinsam das Gebet des Herrn.
- KA für strenges Waffengesetz
Wien. Die Katholische Aktion Österreichs forderte nach den jüngsten Gewalttaten mit privat zugelassenen Waffen erneut ein strengeres Waffengesetz. Sie verweist darauf, dass private Waffen keinen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten. Dort, wo es die liberalsten Waffengesetze gebe, dort komme es auch zu den meisten Gewalttaten mit Schusswaffen.
- ai fordert Untersuchung
London. Zwischen 27. Februar und 20. Mai hat Israel mehr als 8500 Palästinenser verhaftet. Dabei ist es nach Angaben von Amnesty international (ai) zu schweren Menschenrechtsverletzungen gekommen. Amnesty fordert Israel auf, die Verantwortlichen herauszufinden und zur Rechenschaft zu ziehen.