Das Leben einer ungewöhnlichen Frau ist Inhalt des Filmes „Iris“, der derzeit in den Kinos zu sehen ist.
Ein junges Paar schwimmt in einem Teich unter Wasser. Die Frau ist nackt, der Mann trägt Unterwäsche. Im nächsten Bild ist das Paar gealtert. Die beiden haben es scheinbar geschafft – miteinander glücklich alt werden. Mit „Iris“ hat der Regisseur Richard Eyre einen wundervollen Film geschaffen. Vorlage ist ein Buch von John Bayrley, der 40 Jahre lang mit der britischen Literatin und Philosophin Iris Murdoch verheiratet war. 1999, im Alter von 80 Jahren, starb Iris Murdoch an Alzheimer. Der Film setzt dort an, wo Iris merkt, dass sie Wörter und Dinge vergisst. John pflegt sie und erinnert sich immer wieder an ihre jungen, wilden Jahre. Es hat den Anschein, dass Iris ihrem Mann weit überlegen ist und ihn benutzt, doch immer mehr wird klar, dass das nicht stimmt. Zusammen leben sie in einer eigenen Welt, bis hin zu einer eigenen Sprache.