Freunde treffen, fernsehen, draußen spielen - das sind die beliebtesten Freizeitaktivitäten der Kinder. Nur noch 3, 5 Prozent der Kinder greifen zum Buch. Gezielte Leseförderung soll die Leselust wecken.
Mit der Aktion „LESERstimmen“, die von Jänner bis Juni österreichweit vom Büchereiverband und dem Österr. Bibliothekswerk veranstaltet wird, soll zweierleit bezweckt werden: das Lesen wieder schmackhaft zu machen und österreichische Autor/innen zu fördern. Auch die Pfarrbibliothek Adlwang hat sich an dieser Aktion beteiligt. In der Volksschule gab es im Februar zunächst für jeweils zwei Klassen eine Autorenlesung mit dem Kinderbuchautor Franz Sales Sklenitzka aus NÖ. Im April besuchten die beiden zweiten Klassen die Pfarrbibliothek. Das Kennenlernen des Bibliotheksbetriebs war ein Programmpunk, eine Schmökerstunde, eine Märchenlesung und ein Bibliotheksquiz rundeten den Bibliotheksbesuch ab. Das machte offensichtlich neugierig: Auch die anderen Klassen haben daraufhin ihr Interesse angemeldet, einen Vormittag in der Bibliothek verbringen zu wollen. Außerdem konnten sich die Klassen im Rahmen des Projekts „LESERstimmen“ für jeweils drei Wochen gratis Bücher ausleihen. Was Hänschen schon gefällt, ... wird Hans weiterhin tun. So ähnlich dürfte das Motto zur Weckung der Leselust im Kindergarten lauten. „Bereits jetzt gehen die drei Kindergartengruppen der Pfarre Adlwang einmal monatlich in die Bibliothek, wo jedes Kind ein Buch gratis entlehnen darf“, berichtet die Mitarbeiterin der Pfarrbibliothek Adelheid Gappmaier. Sie organisierte in Adlwang die Veranstaltungen für die Aktion „LESERstimmen“. Im Rahmen der Aktion steckten die Kindergartenpädagoginnen vier ausgewählte Bücher in den „Bücher leben“- Rucksack. Einen Monat lang wurde dieser Rucksack innerhalb der Gruppe weitergereicht, jedes Kind konnte für drei Tage ein Buch mit nach Hause nehmen. Mit gezielten Förderungen besteht die Möglichkeit, die Zahl der jungen Leseratten zu erhöhen, davon ist man in Adlwang überzeugt.