Österreich. Wie jetzt bekannt wurde, ist am 9. Mai Ferdinand Regelsberger ohne Auftrag des Papstes zum „Bischof“ geweiht worden. Die Weihe erfolgte durch einen offenbar suspendierten Bischof in Regelsbergers Haus in Scharnstein (OÖ). Der ehemalige Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, 1958 zum Priester geweiht und 1977 laisiert, war bis zur Pensionierung 1991 als Religionslehrer tätig. Im „Linzer Diözesanblatt“ heißt es zur Weihe: „Nach dem Kirchenrecht zieht sich sowohl der Bischof, der jemand ohne päpstlichen Auftrag zum Bischof weiht, sowie der von ihm Geweihte die von selbst eintretende Strafe der Exkommunikation zu, deren Lösung dem Heiligen Stuhl vorbehalten ist.“ Die Zahl illegal geweihter Bischöfe wird auf weltweit rund 1200 geschätzt. Über die Frage der Gültigkeit der Weihe gibt es unter Kirchenexperten unterschiedliche Meinungen.
- Bei Katholiken entschuldigt
Schottland. Die Kirche von Schottland entschuldigt sich bei den Katholiken dafür, sie über Jahrhunderte systematisch an den Rand gedrängt zu haben. Eine entsprechende Resolution hat die „Church of Scotland“ mit überwältigender Mehrheit angenommen.
- US-Diözese setzt auf PR
USA. Nach Bekanntwerden von Missbrauchsskandalen hat nun die Diözese Los Angeles die PR-Agentur Sitrick & Co beauftragt, eine Öffentlichkeitsstrategie zu entwickeln. Diese habe spezielle Erfahrung mit angeschlagenen Wirtschaftsunternehmen. Die Imagewerte sind durch zahlreiche Veröffentlichungen über Fälle sexuellen Missbrauchs durch Priester stark gefallen. Mitte Juni berät die US-Bischofskonferenz über neue Richtlinien im Umgang mit dem Problem.