Rund um die Uhr arbeiten und shoppen – oder gemeinsam erholen ...
Ausgabe: 2002/23, Sonntag, Kath. Sozialakademie, feiern, Arbeit, arbeiten, Liberalisierung
06.06.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Wenn rund um die Uhr gearbeitet und konsumiert wird, steht die Lebensqualität auf dem Spiel. Eine Kampagne der „Allianz für den freien Sonntag“ wehrt sich dagegen.
Immer mehr Menschen leiden in Österreich unter Zeitnot. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der voll Erwerbstätigen, die oft unter Zeitdruck stehen, nahezu verdoppelt. Derzeit liegt der Prozentsatz bei 46 %! Mehr als 48 Stunden pro Woche arbeitet in Österreich jede/r vierte voll Erwerbstätige. Im EU-Schnitt geben 43 % der Beschäftigten an, zwischen 18 und 22 Uhr mindestens zwei Stunden zu arbeiten.
Rund um die Uhr arbeiten?
Zur Lebensqualität sind gemeinsame freie Zeiten wie das Wochenende oder der Sonntag unverzichtbar. Einige Großkonzerne (IKEA, Niedermeyer, Lugner...) wollen aber erreichen, dass die Geschäfte auch am Sonntag geöffnet sind. Rund um die Uhr arbeiten und konsumieren, steht am Ende der zunehmenden Liberalisierungs-Vorstöße.
Im Herbst des Vorjahres wurde die „Allianz für den freien Sonntag“ gegründet. Sie mobilisiert gegen die Aushöhlung der gemeinsamen freien Zeit – des gemeinsamen freien Sonntags. – Derzeit tragen bundesweit 46 Mitgliedsorganisationen diese Allianz. Seit Mitte April 2002 läuft eine erste bundesweite Aktivität – die Informations- und Bewusstseinskampagne „Schneller leben? Lebensqualität durch gemeinsame freie Zeit“. Zwei Jahre lang soll die Kampagne der „Allianz für den freien Sonntag“ laufen.
Sie können die Allianz unterstützen. Info: Kath. Sozialakademie, Schottenring 35/DG, Tel.: 01/ 310 51 59; Fax: 01/ 310 68 28; E-Mail: office@ksoe.at; Internet: www.ksoe.at