Endlich steht „der kleinen Mann“ – auch als Frau – im Mittelpunkt. Was sagen die Österreicher/innen zur Lage von Politik und Gesellschaft? Erschreckend offen und ehrlich sind die Antworten, die sie in „Zur Lage“ geben, auch wenn sich die meisten angeblich nicht mit Politik beschäftigen.
In sechs Kapiteln präsentieren vier österreichische Regisseure Bilder vom Alltag. Männer, die den autostoppenden Filmer mitnehmen, werden zur gesellschaftlichen und politischen Lage befragt, Dieter Chmelar besucht drei Familien und führt Interviews mit ihnen, junge Frauen werden in ihrem Zuhause und in der Arbeit präsentiert, ein notorischer Leserbriefschreiber zeigt seine Welt hinter zwei Meter hohen Thujen und ein Ehepaar wüsste schon, wie es Österreich retten könnte. „Zur Lage sollte sich nicht mit der Regierung befassen, sondern mit den Regierten: mit Österreich und seinen ÖsterreicherInnen“ (Ulrich Seidl).
Zur Lage, Österreich 2002, Regie: Barbara Albert, Michael Glawogger, Ulrich Seidl, Michael Sturminger; seit 7. Juni in den Kinos. In Oberösterreich im Moviemento in Linz.