Begrüßenswert ist die Bereitschaft, das Kindertheater in Oberösterreich zu fördern. Ob dies mit dem Festival „Schäxpir“ gelingt, ist für manche die Frage.
In Linz jagt ein Festival das nächste. Nach „4020. Mehr als Musik“ folgten die „Linz.Fest.Tage“, am 20. Juni geht´s munter weiter. Denn von 20. bis 30. Juni findet das Kinder- und Jugendtheaterfestival „Schäxpir“ in Linz, Steyr, Wels und Gmunden statt. Zielgruppe sind dieses Mal vorrangig Kinder und Jugendliche. Ein Festival der Superlative: zehn Uraufführungen, drei Europapremieren, vierzehn Spielstätten, 35 Gruppen aus dem In- und Ausland, mehr als 100 Vorstellungen sind geplant. Mit 472.000 Euro finanziert das Land Oberösterreich „eines der weltweit größten Festivals dieses Genres“. Zentraler Spielort ist Linz. Hier wird an elf Bühnen beinahe nonstop gespielt.
Kurt Daucher, Mitarbeiter des Kulturzentrums „AKKU“ in Steyr begrüßt den Impuls, Kindertheater zu fördern. Der erfahrene Kindertheaterproduzent hält es aber für sinnvoller, kontinuierlich Programm zu machen als einmal jährlich eine Woche lang die besten Theaterproduktionen zu liefern. Daucher: „Das Kindertheater muss zum Publikum kommen. Also auch hinaus in die Regionen. Gefördert werden müssen Projekte und Initiativen, die sich langfristig und kontinuierlich ums Kindertheater ... bemühen.“
Der organisatorische Leiter des „Schäxpir“-Festivals Julius Stieber hält dem entgegen: „Es muss auch mal was Großes wie ein Festival geben dürfen. Wir sind auch in Wels, Steyr, Gmunden. Bei den Anmeldungen fällt auf, dass sehr viele Schulen außerhalb von Linz teilnehmen.“