Man kennt sie, die Zuzugs-Vorstadtorte mit ihren wunderschönen Häusern wie aus dem Katalog, gepflegte Wohn- und Schlafstätten. Was mit dem Häuschen im Grünen so nett begann, endet oft in Isolation und Einsamkeit der Bewohner/innen – so die Erfahrung eines engagierten Pfarrmitarbeiters einer stadtnahen Pfarre. Konkret erzählt er – und dies sei nur ein „Fall“ von vielen – von einem Ehepaar, das früher beruflich sehr eingespannt war, und auch in der Pension sehr für sich lebte ohne soziale Beziehung zur Pfarre und zur Gemeinde, ja sogar zum unmittelbaren Umfeld der Nachbarschaft, der sie teilnahmslos gegenüberstand. Nun, da das Paar dringend auf Hilfe angewiesen ist, wird bewusst, wie allein es ist.
Dieses Beispiel zeigt: „Wer es im Alter warm haben will, muss frühzeitig das Holz zusammentragen!“ Es ist notwendig, beizeiten Beziehungen zu knüpfen, Interesse am Nächsten zu zeigen und von sich aus Schritte zu tun anstatt zu warten, dass immer die anderen aktiv werden und entgegenkommen.
Genug des Jammerns! Es gibt auch anderes: sensible Anteilnahme, Nachbarschaftshilfe und Schaffen von Gelegenheiten sich zu treffen und auszutauschen, etwa bei Festen und Feiern im Wohnviertel und das Aufbauen eines Beziehungsnetzes. Im Bedarfsfall ist dann jemand da, wo man anklopfen kann und schnell und komplikationslos Hilfe erhält, wenn’s „brennt“.