Am Freitag und Samstag vergangener Woche feierte das Kolpingwerk sein 150-jähriges Bestehen in Österreich. Bundespräsident Klestil bezeichnete beim Festakt das soziale Engagement von Adolph Kolping, der sich in einer schwierigen Umbruchszeit besonders der verarmten Handwerker angenommen hat, als vorbildhaft. Auch heute gebe es vielfache Umbrüche, die Menschen an den Rand drängen. Nach Kolpings Vorbild sei der konkrete Einsatz für Menschen in Not ebenso aktuell wie das Eintreten für ein festes soziales Netz, das Menschen Schutz und Hilfe sichert. Kardinal Schönborn betonte bei der Festmesse die Würde des Menschen in der Arbeitswelt gegenüber einer Logik des Geldes.Kolping Österreich unterhält zahlreiche Wohnheime für Jugendliche sowie soziale Einrichtungen wie Mutter-Kind-Heime, Behinderten-Wohnungen, Arbeitslosenprojekte, multikulturelle Wohngemeinschaften und Drogenberatungsstellen. Seit Montag steht das neue Salzburger Kolpinghaus in besonderem Medieninteresse. Dort findet wegen des guten Platzangebotes der Strafprozess zur Kaprun-Katastrophe statt. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz hat sich Kolping bemüht, ein Team auf die Beine zu stellen, das für die psychosoziale und seelsorgliche Betreuung der Angehörigen und Angeklagten sorgt.