„Dreckskerl“ ist kein schmeichelhaftes Wort. Bei Markus Spitzbart schon. Als Entwicklungshelfer hilft er anderen Menschen aus dem Dreck.
Touristen verirren sich nur selten in die Vorstadtviertel von Plataforma oder Piraja im Nordosten Brasiliens. Die Strände sind von Abwässern verseucht. Es gibt kaum Schulen, keine Jobs. Neben der Gewalt ist die Müllentsorgung Problem Nummer 1. Müllautos kämen hier nicht durch. Alles bleibt irgendwie liegen oder wird verbrannt.
Genau der richtige Ort für den Kulturtechniker Dipl.-Ing. Markus Spitzbart aus Ohlsdorf. Im Auftrag von „HORIZONT 3000“ entwickelt er ein Konzept zur Mülltrennung in den Slums. Zwei bis drei Leute je Straße gewann er für die Kompostierung. Engagierte Bewohner haben sich zu einer lokalen Umwelt-Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. Unterbeschäftigte Jugendliche sammeln Papier, Glas und Plastik. Als Außenstehender, meint Spitzbart, kann man oft viel bewegen, weil man unbeschwerter Missstände benennen kann, als dies lokale Vertreter tun können.
Für zweijährige Projekte sucht HORIZONT 3000 Tischler/innen, Betriebswirt/innen, Ärzt/innen usw.