Vergangene Woche veröffentlichte das angesehene britische Forschungsmagazin „Nature“ Ergebnisse der Stammzellenforschung, die nicht nur die Fachwelt aufhorchen ließen. Dem Team von Catherine Verfaillie an der Universität von Minnesota war der Nachweis gelungen, dass Stammzellen aus dem Rückenmark erwachsener Menschen sich unter geeigneten Bedingungen zu fast allen Gewebearten des Körpers entwickeln. Bisher wurde eine solche Fähigkeit von der Mehrheit der Wissenschafter ausschließlich embryonalen Stammzellen zugeschrieben. Da diese Zellen nur durch die Tötung von Embryonen gewonnen werden können, hat es heftige ethische Einwände dagegen gegeben. Die Befürworter haben dagegen immer die Heilungschancen für viele Menschen ins Treffen geführt. Die „Aktion Leben“ sehe sich durch die neuesten Ergebnisse in ihrer Ablehnung der embryonalen Stammzellenforschung bestätigt, betonte Gertraude Steindl. Bereits vor einem halben Jahr habe sie auf die Forschungen in Minnesota aufmerksam gemacht. Aber das wollte offenbar niemand hören, vielmehr wurde riesiger Druck gemacht, damit die Befürworter der embryonalen Stammzellenforschung an EU-Fördergelder herankommen. Jetzt sollte diese Forschung aber vom EU-Tisch sein, fordert Steindl.