Otto klingt für mich in diesen Tagen nach Otto Molden. Ein guter Name, verbunden mit einem Visionär einer „Europäischen Nation“, und ein Mensch der Tat: Sein mutiger Widerstand gegen die Nationalsozialisten, später die Gründung des „Forum Alpbach“ aus bescheidenen Anfängen.
Daneben die eigene Erfahrung: Otto als Familientradition – schon der Opa, dann der Papa, 1955 ich, der Bua. Erst die eigenen Kinder sind ein Johannes und ein Georg geworden. Vielleicht ein Grund, dass in diesem Namen Fremdheit für mich klingt? Die noch verstärkt werden kann durch Nachspüren mancher wehtuenden Etikettierungen: Otto, der „selbstsüchtige“ Riese, sture Innviertler usw. Die andere Seite gibt es auch: Das „Lieber Otto“ in der Maturazeitung, das „HasiOttobeder“ meiner Freunde, das Otto in Liebe. Zuletzt der Heilige, eine einprägsame, christliche Persönlichkeit des 11. Jhdt - sicher eine Reise nach Bamberg wert.