Der Tag des hl. Ulrich markiert den Beginn des Hochsommers, wo hierzulande auch die Zeit der Getreideernte einsetzt. Seinem Namen entsprechend – „Ulbrich“ bedeutet „der reiche Bauer“ – ist er für mich der tatkräftige biblische Sämann, der in der schweren Zeit des 10. Jahrhunderts als Bischof von Augsburg den Acker des Reiches Gottes bestellte. Nicht Beliebigkeit und Beliebtheit waren seine Eigenschaften, sondern Mut, Entschlossenheit und gläubige Überzeugung.
Ich wünsche mir auch für unsere Zeit geistliche Menschen, die sich wie der hl. Ulrich mit Liebe und Standfestigkeit für die Kirche einsetzen. Die vielen Ulrichskirchen in Österreich und Deutschland und darüber hinaus geben Zeugnis für die Bedeutung und die Verehrung dieses Heiligen im Mittelalter und bis herauf in die heutige Zeit.