Fehler und Defizite werden gesehen und das Gute viel zu wenig ... Messen Sie Ihr Kind nicht am Nichtgenügend, sondern an dem, was es kann und was es wert ist, und wie es eine schlimme Situation übersteht ... Es ist lobenswert, wie es mit einer Niederlage und dem Scheitern fertig wird ... bauen Sie es auf. „Kindern Mut machen!“ kann man auf vielerlei Art, um sie für das Leben vorzubereiten. Bei einem Vortrag des Kath. Familienverbandes OÖ ermutigte Psychotherapeutin Dr. Boglarka Hadinger Eltern, indem sie „Selbstbewusstseins-Säulen“ nannte – das Ganze mit humorvollen Beispielen spickte und insgesamt positiv stimmte: Lernfaule, schwierige Kinder, erfangen sich – wie sie aus langjähriger Arbeit mit Kindern weiß – z. B. später fast immer und werden „ansehnliche“ Menschen. „Mein Kind trödelt“ – klagte eine Mutter. „Der Trödler wäre in einer asiatischen Kultur ein Weiser!“, regte die Referentin zum Denken in nicht eingefahrenen Bahnen an und brachte zum Schmunzeln. „Säulen“, die selbstbewusst den Herausforderungen begegnen und Frustrationen aushalten lassen:
- Positive Beziehungen, authentische Vorbilder, ehrliche Gespräche. - Eigenkompetenz: die Erfah-rung, dass man selber etwas kann. - Werte, sinnvolle Regeln und Rituale zur Orientierung. - Die Erfahrung, ein guter Mensch zu sein durch Einsatz für andere sowie für eine gute Sache. - Lebensfreude durch Fördern von Neugier und Staunen, insgesamt durch Optimismus. Die beste Medizin gegen das Burnout-Syndrom in der Erziehung ist Humor und sich öfters auch für sich selber Zeit zu nehmen anstatt sich nur „aufzuopfern“. Und wenn überhaupt nichts mehr hilft? Dann rät die Referentin auf einen Engel zu vertrauen, auf gute Gedanken, eine größere Kraft – solche „Gedanken-Pakete“ helfen. Bleiben wir in der Gewissenheit: Mutige sind gewappnet und Schwierigkeiten sind das, was uns in Schwung hält und weiterbringt.