Oberösterreich ist nicht nur ein „Land der Blasmusik“ – Streicherklang wird nun gefördert
Ausgabe: 2002/27, Blasmusik, Streicher,
02.07.2002
- Elisabeth Leitner
2400 Schüler/innen haben im vergangenen Schuljahr wöchentlich ihr Streichinstrument ausgepackt und dann fleißig gefiedelt.
„Freude an der Musik und dass das musikalische Zusammenspiel Spass macht“, will Magdalena König, Musikschullehrerin aus Steyr, ihren Schülern vermitteln. Sie unterrichtet seit 1992 mit Begeisterung Cello und Musikalische Elementarerziehung für Kinder und – heuer erstmals – für Erwachsene. Die Lust am aktiven Musizieren ist auch für Manfred Unterhuber, Projektkoordinator beim OÖ. Landesmusikschulwerk „oberstes Credo“. Musik fördert den Menschen ganzheitlich: „Musik macht Menschen kompletter. Das Zuhören, das in der Gesellschaft immer weniger wird, spielt beim Musizieren eine Hauptrolle“, nennt Unterhuber Qualitäten einer musikalischer Ausbildung, die weit über das Können am Instrument hinausgehen.
Zu den Streicherzahlen konkret: 1767 Schüler/innen haben sich im Schuljahr 2001/2002 für die Violine begeistern können, 45 für die Viola (Bratsche). 419 erlernten das Cello, 124 griffen zum Kontrabass und 9 versuchten sich an der Viola da Gamba (Gambe). Insgesamt spielten über 600 Schüler/innen in einem Orchester bzw. in Kammermusikensembles. mit. Zwar nehmen sich die insgesamt 25 Streichensembles im Vergleich zu den 480 Blasmusikkapellen etwas bescheiden aus. Aber mit besonderen Initativen werden die Streicher/innen nun gefördert: Erstmals gab es heuer eine Streicherolympiade in OÖ, an der sich 560 Musiker/innen beteiligt haben. Im Herbst wird eine „Bratschen-Offensive“ gestartet. Komponisten aus Oberösterreich vertonen Werke für Viola, die im nächsten Schuljahr uraufgeführt werden. Da heißt’s auch in den Ferien: Üben!