Scharfe Kritik hat „Familien-Bischof“ Klaus Küng an der Aufklärungsbroschüre „Love, Sex und so . . .“ des Sozialministeriums geübt. In einem Brief an Sozialminister Haupt und Bundeskanzler Schüssel kritisierte er, die sehr einseitige „Informationsschrift“ stelle Sexualität fast ausschließlich als „Genuss- und Konsumationsmittel“ dar. Hinweise auf Verantwortung, ganzheitliche Liebe sowie der Bezug zur Ehe würden fast gänzlich fehlen. Die Geschäftsführerin des VP-nahen Familienbundes, Alice Pitzinger, kritisiert die häufigen Hinweise auf Homosexuellen-Initiativen sowie auf Stellen, die auch Abtreibungen vermitteln, während die „Aktion Leben“ mit keinem Wort vorkomme. In seiner Antwort meint Haupt, er wolle „auf Grundlage der Vernunft diskutieren und ein sachliches Miteinander finden“. Um Jugendliche zu erreichen, sei es nötig, „ihnen Antworten zu geben, die ihrer heutigen Lebenswelt sowie den wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen.“