Kirgisien. Für Aufregung hat in Salerno die Nachricht gesorgt, Archäologen hätten am Ufer des Issyk-Sees möglicherweise das Grab des Apostels Matthäus gefunden. Denn im Dom der süditalienischen Hafenstadt werden seit dem 11. Jahrhundert dessen Reliquien aufbewahrt. Historisch allerdings auch widersprüchlichen Angaben zufolge könnte der Evangelist in Äthiopien oder Persien missioniert haben. Das heutige Kirgisien gehörte damals zum persischen Machtbereich.
- Erzbischof zieht Konsequenzen
Australien. Nach Missbrauchsvorwürfen gegen den Erzbischof von Sydney, George Pell, hat dieser sein Amt vorübergehend niedergelegt. Ein Mann hatte im Juni behauptet, vor 40 Jahren als Zwölfjähriger von Pell sexuell missbraucht worden zu sein. Pell wies die Vorwürfe als Lügen zurück. Die „Nationale Kirchenkommission für den Umgang mit Missbrauchsfällen“ hat eine Untersuchung eingeleitet, die ein ehemaligen Richter leitet.
- Kraftprobe nach Entlassung?
Jerusalem. Der „Jerusalem Post“ zufolge beabsichtigt Palästinenserchef Arafat die Entmachtung des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem. Obwohl Irenaios I. als pro-palästinensisch gilt und seine Wahl von der israelischen Regierung auch nach einem Jahr nicht anerkannt ist, soll er beschuldigt werden, arabische Christen aus seiner Kirche „hinauszudrängen“. Tatsache ist, dass der Patriarch den ranghöchsten palästinensischen Würdenträger, Archimandrit Hanna Attalah, als Kirchensprecher abgesetzt hat, nachdem dieser palästinensische Selbstmord-Attentate begrüßt hatte. Nach Informationen der Zeitung „Haaretz“ plant Attalah aus Rivalität mit Irenaios I. sogar die Gründung einer „palästinensisch-orthodoxen“ Kirche.