Ausgabe: 2002/48, Kolpingfamilie, Kolpinghaus, Kolping, Linz, 150 Jahre
26.11.2002
- Heinz Niederleitner
In 150 Jahren hat sie viel Wandel mitgemacht. Die Grundidee blieb gleich: Junge Erwachsenen in Ausbildung und Beruf zu beherbergen.
Jeder in Linz kennt die architektonisch markante Fassade des Kolpinghauses an der Ecke Langgasse – Gesellenhausstraße. Mit Feierlichkeiten am kommenden Wochenende begeht Kolping Linz nun den runden Geburtstag.
Siebzehn Gesellen standen 1852 am Beginn: Der erste Gesellenverein Österreichs wurde in Linz gegründet. Im Zuge der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert waren viele Handwerksgesellen verarmt. Der Priester und Sozialreformer Adolph Kolping aus dem Rheinland entwickelte die Idee der Gesellenvereine als Träger für Wohn- und Weiterbildungsstätten.Kolping selbst hat Linz drei-mal besucht. 1918 kam die Kolpingfamilie in die Gesellenhausstraße. Das Gebäude in der Langgasse (Foto) wurde 1931 geweiht, heute steht es unter Denkmalschutz. 1938 wurde der Verein von den Nationalsozialisten zwangsaufgelöst, aber gleich nach dem Krieg im März 1945 wieder gegründet. Heute hat er rund 400 Mitglieder.
Im Jahre 1997 wurde das neue Haus eröffnet. Kolping Linz hat derzeit 100 Hotelbetten, 150 Betten im Heimbereich und 26 Internatsschüler. Vor zwei Jahren kam das Don-Bosco-Haus dazu. Aber Kolping Linz entwickelt sich weiter: Ein Teil des Heimbereiches wird dezeit zu Seniorenwohnungen umgebaut. Nach 150 Jahren ist die Idee des Adolph Kolping auch in Linz aktuell wie eh und je.