„Ausgrenzung macht krank – Realität für Prostituierte und Migrantinnen“.
Darauf machte zum „Welt-AIDS-Tag“ am 1. Dezember LENA aufmerksam. Das Caritasprojekt LENA ist internationaler Treffpunkt und Beratungsstelle für Frauen, die in der Prostition arbeiten. Wer dazu gezwungen ist, einen wesentlichen Teil des eigenen Lebens- und Arbeitsalltages ständig zu verheimlichen, verdrängt bestehende Risikosituationen eher. Diskriminierung erschwert den Zugang zu Informationen über HIV und AIDS sowie zu angemessener Behandlung. Helga Ratzenböck, Leiterin der Beratungstelle LENA, betont: „Prostituierte haben sich Respekt, Akzeptanz und Menschenwürde verdient. Dazu zählt auch der Schutz ihrer sexuellen Gesundheit und diesbezüglich insbesondere die Akzeptanz und Einhaltung von Safer Sex-Regeln seitens der Kunden ihnen gegenüber.“
PC-Kurs
Nach anfänglichen Hürden startete das PC-Qualifizierungsprojekt für Prostituierte „Len@ II“. Es gibt wie das Vorgängerprojekt „Len@ I“ acht Prostituierten die Möglichkeit, u. a. den Europäischen Computerführerschein und andere Qualifikationen zu erwerben (Zeitmanagement, Bewerbungstraining, Buchhaltungskenntnisse). Der Kurs ist meist die einzige Chance und Perspektive im stress- und problembelasteten Leben dieser Frauen.