Der Nikolaustag ist vorbei. Wieder wurden eine große Menge Schokolade-Nikoläuse, Orangen, Datteln, Feigen und natürlich Nüsse an die „braven“ Kinder verschenkt. Und da der Nikolaus fair ist, kamen wohl auch die weniger braven Kinder nicht zu kurz.
Wie fair ist der Nikolaus aber gegenüber den Erzeugern seiner Gaben? Viele Importprodukte werden bekanntlich den Produzenten in der Dritten Welt zu Preisen und unter Bedingungen abgepresst, die ein Hohn sind.
Wenn der Solararbeitskreis der Pfarre Linz-Guter Hirte bei der Nikolausaktion mitmacht, dann steht eines fest: Im Gabensack des Nikolaus dürfen sich nur fair gehandelte Süßigkeiten befinden. Das kann so weit gehen, dass die Teilnahme an der Aktion verweigert wird, wenn dieser ethischen Grundhaltung nicht Rechnung getragen wird.
Vielen mag dies vielleicht als Haarspalterei erscheinen. Blickt man jedoch auf den „echten“ hl. Nikolaus, den Helfer in der Not, kann man sich gut vorstellen, dass es nicht egal ist, was mit und in seinem Namen verteilt wird. Die nikoläusische Fairness sollte sich auf alle erstrecken: die guten und die weniger braven Kinder – und die Erzeuger seiner Gaben.