Aktion „Land der Menschen“ fordert Ausbau der Bürgerrechte
Ausgabe: 2002/50, Zuwanderer, Flüchtlinge, Land der Menschen, Schwarzbauer-Haupt
10.12.2002
- Matthäus Fellinger
Menschlichkeit für Zuwanderer! Das erwartet sich die Initiative „Land der Menschen – Aufeinander Zugehen“ in Oberösterreich von der neuen Bundesregierung.
„Wer eine Niederlassungs-Bewilligung hat, soll freien Zugang zum Arbeitsmarkt haben.“ Das nannte der Flüchtlingsbeauftragte der Caritas, Mag. Hans Schwarzbauer-Haupt, bei einer Pressekonferenz am 10. Dezember als Hauptanliegen an die neue Bundesregierung. Auch die Präsidentin der Katholischen Aktion, Margit Hauft, unterstreicht diese Forderung. In gleicher Weise betonte er das Recht auf Familienzusammenführung. Zuwanderer sollten schrittweise die allgemeinen Bürgerrechte zugestanden bekommen.
„Seit die Menschen sesshaft wurden und bestimmte Gebiete beanspruchten, gibt es den Kampf um Grund und Boden – und in der Folge Flüchtlinge. Den gläubigen Christen begegnet im Fremden Christus selbst“, begründet Schwarzbauer-Haupt das Engagement der Kirche für Flüchtlinge. „Integration ist auch als Chance für die österreichische Bevölkerung wahrzunehmen“, betont Margit Hauft angesichts der Bevölkerungsentwicklung. Das aktive und passive Wahlrecht für Ausländer/innen müsse weiter diskutiert werden, meint sie. In der Initiative „Land der Menschen“ arbeiten kirchliche und politische Interessensvertretungen zusammen.