Mit Jahresbeginn löst der Grazer Unternehmensberater Dr. Alfred Tschandl den bisherigen Diözesanökonom Dr. Josef Wöckinger ab.
In Zeiten, in denen sich die Diözese mit Einsparungen an allen Ecken und Enden plagt, ist der Job eines Diözesanökonoms nicht einfach: Er berät die Diözesanleitung in allen wirtschaftlichen Fragen, achtet auf die Budgetabwicklung und auf die optimale Veranlagung von Geldern und soll darüber hinaus auch noch neue Finanzquellen erschließen. Doch wer auf die beruflichen Stationen des „Neuen“ schaut, weiß, dass Tschandl für seine Aufgabe bestens gerüstet ist: Der 58-jährige Grazer leitete das Rechnungswesen einer Baufirma mit 700 Mitarbeiter/innen, war von 1975 bis 1988 Ökonom und Direktor der Finanzkammer der Diözese Graz-Seckau, wirkte als Landesdirektor der ÖCI-Bank in Graz und als kaufmännischer Direktor des Medienriesen Styria. Seit 1988 berät er Unternehmen: vom Finanzdienstleister über Non-Profit-Organisationen bis zu Ordensgemeinschaften. Die Diözese Linz kennt er aus langjährigen Kontakten mit Dr. Wöckinger und dem DFK-Direktor Siegfried Primetshofer. Darum streut er mit seiner Beurteilung seinem zukünftigen Arbeitgeber nicht aus bloßer Höflichkeit Rosen, sondern weiß, wovon er spricht: „Das ökonomische Feld der Diözese Linz ist gut beackert.“ Und der laufende Strukturprozess zeige, dass die Diözese nicht gebannt in die Vergangenheit schaut, sondern in die Zukunft blickt.
Drei Tage in der Woche wird der neue Ökonom der Diözese zur Verfügung stehen, seinen weiteren Kunden in der Steiermark in der verbleibenden Zeit. Eine wichtige Herausforderung in der Diözese sieht er im Ermutigen: „Es geht nicht darum vorhandene Besitzstände zu verwalten, sondern man kann auch in schwierigen Zeiten – mit Freude – etwas bewegen.“ Er denkt dabei an von ihm begleitete Unternehmen, in denen es anfangs nur um Rückzug und Resignation ging. Aber die Stimmung hat im Laufe der Zeit ins Positive umgeschlagen. Tschandl: „Man macht dann häufig die schöne Erfahrung: Wenn man in die Glut bläst, entsteht wieder Feuer.“