Familie Jakovljevic ist eine von 300 Familien im bosnischen Dorf Domanovici, deren Haus ohne Dach ist. Bei stärkerem Regen tropft Wasser durch die Betondecke und dann wird es im Wohn-Schlafzimmer „ungemütlich“. Ein menschenwürdiges Leben ist unter diesen Bedingungen unmöglich. Kaplan Ivan Peric (rechts) kann mit Hilfe der Pfarre Traunkirchen die Familie unterstützen.
Lebten 1990 an die 200 Familien in Domanovici (Bosnien), hat sich deren Zahl – durch den Krieg im ehemaligen Jugoslawien – auf 920 Familien erhöht. Anfangs fühlte sich die Regierung Kroatiens für die kroatisch-stämmigen Flüchtlinge in Bosnien noch verantwortlich, doch der Strom an Hilfsgeldern versiegte rasch. Ein unübersehbares Ergebnis davon sind die halbfertigen Häuser ohne Dach und die fehlende Wasserversorgung der neu entstandenen Siedlungen. Ein Hoffnungsanker für die bitterarmen Bewohner ist die Pfarre Domanovici. Ihr geht der Caritas-Ausschuss Traunkirchen tatkräftig zur Hand, damit sie die ärgste Not lindern kann. Soeben sind sechs Mitarbeiter/innen der Pfarren Traunkirchen und Neukirchen (bei Altmünster) aus Bosnien zurückgekehrt, die Möbel, Kleider und Geld nach Domanovici brachten. Die Gruppe aus Österreich ist beeindruckt vom tiefen Glauben der Menschen. Das Vertrauen auf Gott helfe ihnen, nicht in Apathie zu verfallen, so der Eindruck der Helfer. Als weiteren Schritt wird sich die Pfarre Traunkirchen um die Einrichtung eines medizinischen Hilfsfonds für Domanovici bemühen.