Ausgabe: 2003/01, Papst, USA, Irak, Menschen, Krieg, Gewalt, Mord
30.12.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Solange die Inhaber verantwortlicher Positionen nicht dazu bereit sind, ihren Umgang mit der Macht beherzt in Frage zu stellen und sich um das Wohl der Völker zu kümmern, wird man sich Fortschritte in Richtung Frieden nur schwer vorstellen können. Papst Johannes Paul II. fordert in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Jänner eine neue Organisationsstruktur zur Sicherung des Weltfriedens ein. Eine Besorgnis erregende Schere klaffe jetzt zwischen den hoch technisierten Gesellschaften und jenen Ländern, in denen die Rechte auf Nahrung, Trinkwasser und Unterkunft nicht gegeben sind. Im Blick auf den Nahen Osten ruft der Papst auf, die schier endlose Kette von Gewalttaten und Racheakten zu durchbrechen.
Auch der Kampf gegen den Terrorismus dürfe nicht auf Kosten der Menschenrechte geführt werden, betonte Erzbischof Renato Martino als Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Ein vorbeugender Angriffskrieg kann nicht gerecht sein.