Die „Sarleinsbäck’“ (= Sarleinsbacher) brachten Kartoffeln und Gemüse nach Mitterkirchen.
Foto: Heinz Niederleitner
Bereits zum fünften Mal fuhren die Sarleinsbacher ins vom Hochwasser geschädigteMitterkirchen. Sie verteilten Kartoffeln und Gemüse.
Mitterkirchen, vergangenen Donnerstag: Es ist ein kalter, eisiger Morgen. Ein gelber LKW hält in einer Siedlung, die Tür zum Laderaum öffnet sich und einige Männer, Frauen und Kinder beginnen damit, Säcke mit Kartoffeln und Kartons mit Gemüse an die Anrainer zu verteilen.
Zum fünften Mal haben Sarleinsbacher Pfarrangehörige sich auf den Weg nach Mitterkirchen gemacht, um ihre Solidarität mit der vom Hochwasser schwer in Mitleidenschaft gezogenen Gemeinde zu bekunden. Bei früheren Fahrten haben sie eingelegtes Gemüse, Kartoffeln und auch Honig verteilt.
Entstanden ist die Idee im August, als einige Sarleinsbacher zum Aufräumen nach dem Hochwasser in die Gegend kamen. Sie mussten feststellen, dass die Gärten verwüstet und das Gemüse hinweggeschwemmt worden war. Da entschlossen sie sich zum Teilen. Statt ihre Spenden über eine Hilfsorganisation abzuwickeln, fuhren sie selbst zu den Betroffene, denen sie helfen wollten. Bei der ersten Fahrt stießen sie auf geschockte Menschen, die von der über sie hereingebrochenen Katastrophe noch nicht sprechen konnten.
Inzwischen ist etwas Zeit verstrichen. Die Mitterkirchner erzählen von den bangen Tagen im Sommer, als das Wasser stieg und stieg, sie zeigen die immer noch sichtbaren Schäden in den Häusern und wie hoch das Wasser stand. Aber sie berichten auch von Hilfsaktionen: Nicht nur von jenen der großen Organisationen, sondern auch von privaten Initiativen. Und sie freuen sich über die Solidarität der Sarleinsbacher.
Für Maria Höfler aus Sarleinsbach, die Initiatorin der Fahrten, sind die persönlichen Begegnungen sehr wichtig. Aus ihnen haben sich mittlerweile auch persönliche Beziehungen entwickelt. Eine Abordnung aus Sarleinsbach war in Mitterkirchen zum Erntedank eingeladen, und sie haben Briefe bekommen. Denn bei den Fahrten der Sarleinsbacher geht es nicht nur um materielle Unterstützung, sondern auch um ganz persönlich vermittelte Solidarität.