Ausgabe: 2003/03, Linz-St. Konrad, St. Konrad, Altar, Gaben, Gabenbereitung
14.01.2003
- Heinz Niederleitner
n „Alles meinem Gott zu Ehren, / alle Freude, alles Leid! / Weiß ich doch, Gott wird mich lehren, / was mir dient zur Seligkeit.“So heißt es in einem bekannten Lied (Gotteslob 615, 2. Strophe). Die Gabenprozession in der Messe ist ein Symbol dafür, dass wir Menschen jederzeit alles vor Gott tragenkönnen: unsere Sorgen, unsere Ängste, aber auch unsere Freuden und unsere Zufriedenheit. Beim Empfang von Brot und Wein dankt der Priester (in der Regel still) für die Früchte des Weinstocks und der Erde, aber auch der menschlichen Arbeit. Seit der Liturgiereform angeregt durch das Zweite Vatikanische Konzil ist diese Gabenprozession vorgesehen. Oft sind es die Ministrant/innen, die von einem Beistelltisch Brot und Wein bringen. Im Messbuch wird jedoch die Möglichkeit angesprochen, dass Vertreter/innen der versammelten Gemeinde die Gaben an den Tisch des Herrn bringen. In der Pfarre Linz-St. Konrad steht der Gabentisch inmitten der Gottesdienstbesucher. Die eingeteilten Kommunionhelfer/innen bitten kurz vor den sonntäglichen Gottesdiensten in der Nähe des Tisches Sitzende, die Gabenprozession durchzuführen. Die Symbolik ist klar: Mit den Gaben von Brot und Wein bringen die Gläubigen ihr Leben vor Gott. Indem Vertreter/-innen der Messbesucher/innen die Gaben auf den Altar tragen, wird die Teilnahme zum Geschehen während der Eucharistiefeier verstärkt. In St. Konrad wird dies schon mehrere Jahre so gehandhabt.