Über dreißig Pfarren engagieren sich zur Zeit für Menschen, Pfarren und Sozialeinrichtungen in Ost- und Südosteuropa.
In Zahlen lässt sich die Hilfe nicht fassen, die oberösterreichische Pfarren seit dem Fall des Eisernen Vorhangs geleistet haben. Der Betrag geht in die Millionen Euro. Ebenso entscheidend wie das Geld ist aber die Solidarität mit den Menschen in Not. Die Erholungsaktion für „Tschernobyl-Kinder“ ist eine wesentliche Säule der Unterstützung für Weißrussland. Familien aus fünfzehn Pfarren nahmen im Vorjahr Schüler/innen bei sich auf, die durch die Reaktorkatastrophe geschädigt sind: Aigen, Engerwitzdorf, Feldkirch, Hagenberg, Helfenberg, Katsdorf, Kirchdorf, Kirchschlag, Munderfing, Neustift, Peilstein, Schärding, Brunnenthal, St. Marienkirchen/Polsenz, St. Stefan und Steyr.
Aus der Begegnung mit den Kindern hat sich in Munderfing eine Patenschaftsaktion für Weißrussland entwickelt. So wie auch die Pfarren Freistadt, Niederwaldkirchen, Vöcklabruck und Urfahr für die Diözese in Weißrussland aktiv sind. In der Westukraine hilft die Pfarre Leonding. Für Kroatien ist die Pfarre Bad Hall engagiert. Einen weiteren Schwerpunkt der Hilfe bildet Bosnien: Die Pfarren Hellmonsödt, St. Florian, Traunkirchen, Traun-St. Martin und Neukirchen sind in Kontakt mit der Diözese Mostar. Mit Ungarn verbunden sind die Pfarren Grieskirchen (zusätzlich Montenegro) und Pettenbach. Für Ungarn und Rumänien setzen sich die Pfarren Aschach/Steyr und Schiedlberg ein.
Ihr Wissen beim fertigen von Dokumenten stellt die Caritas dem Verein Ora zur Verfügung, der Projekte in Albanien betreut. Ebenso ist die Caritas mit den Franziskanerinnen von Vöcklabruck in Kontakt, die eine Schule und ein Sozialzentrum in Kasachstan betreiben. Nicht unter der Ägide der Caritas, aber in den Pfarren Steinerkirchen/Fischlham, St. Georgen/G. und Treffling verankert, sind die Aktivitäten der „Flüchtlingsausschüsse“ dieser drei Pfarrgemeinden, die im ehemaligen Jugoslawien mit bisher schon 300 LKW-Zügen an Hilfsgütern viel bewegt haben.
Einen wesentlichen Beitrag der Solidarität mit den Menschen in Ost- und Südosteuropa leisten die Pfarren der Diözese auch mit der Osteuropasammlung (9. Feb.)
Wenn Ost-Aktivitäten von Pfarren nicht erfasst sind, bittet die Caritas diese zu melden, damit die Hilfe auch möglichst vollständig dokumentiert werden kann: Caritas-Auslandsabteilung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz.