Beim vierten Linzer Religionsgespräch waren die „Heiligen Bücher“ von Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam Thema einer Podiumsdiskussion. Keine Heilige Schrift gibt es im Buddhismus, betonte der buddhistische Mönch Banthe Thero Seelawansa: Wichtig sei das Praktizieren der Lehre Buddhas. Ausschließlich die fünf Bücher des Mose – die Tora – sind im Judentum als Heilige Schrift zu bezeichnen, machte Isac Menachem Moshkovitz deutlich: „In der Tora liegt für alle Menschen zu jeder Zeit der gesamte Plan Gottes verborgen – Vergangenheit und Zukunft“. Der katholische Professor für Neues Testament, Dr. Christoph Niemand, wies darauf hin, dass die Bibel Buch der Kirche und Wort Gottes ist: Weil sie Menschenwort ist, dürfen alle Mittel der Auslegung angewandt werden, weil sie Gotteswort ist, darf sich niemand zum Besitzer aufspielen. Buch gewordenes Wort Gottes sind die 6.200 Verse des Koran, so der Muslim DI Mouddar Khoudja.