„ProgrammiererIn mit Familien- und/oder Privatleben“. Nach solchen suchte ein EDV-Unternehmen per Inserat jüngst in einer Zeitung. Neben leistungsorientierter Entlohnung wurde eine echte 38,5-Stundenwoche verheißen.
Ein Traum also für viele, die halt jederzeit und vor allem schnell zur Stelle sein müssen, damit nicht passiert, was in der modernen Welt nicht passieren darf: Alle Räder stehen still - oder: nichts läuft mehr in der EDV.Gewiss: Fachkräfte sind knapp. Die Diskussion, ob nicht Sonderkontingente aus Indien als EDV-Spezialisten in Österreich zugelassen werden sollen, ist nicht vergessen. Aber man muss nicht gleich das Haar in der Suppe suchen. Dass mit der Familiengerechtigkeit eines Arbeitsplatzes geworben wird, ist nicht nur neu. Es ist zukunftsweisend, wenn man die großen Herausforderungen für die Zukunft bedenkt. Familien und Kinder wird es nur geben, wenn die Menschen sich dafür auch Zeit nehmen können.
Letztlich werden jene Betriebe die besseren Karten und die motiviertesten Mitarbeiter/ innen haben, die diese nicht in die ständige Gewissens-Zwickmühle zwischen privat und beruflich zwingen.