... mit Wirtshaus veranstaltet allwöchentlich die Pfarre Linz-St. Konrad
Ausgabe: 2003/07, St. Konrad, Kokuwawi, Wandern, Stehrer, Kulturwandern
11.02.2003
- Heinz Niederleitner
122 Wanderungen sind es schon: Seit 1999 startet eine Gruppe der Linzer Froschbergpfarre zum montäglichen KoKuwaWi: Kommodes Kulturwandern mit Wirtshaus(-besuch).
„Entstanden ist die Idee auf einer Fußwallfahrt“, erzählt Annemarie Braune. Sie gehört zu jenem pfarrlichen Team, das sich Woche für Woche die Touren auswählt. 1999 ging’s los. Grundsätzlich findet KoKuwaWi jeden Montag statt. Nur an kirchlichen Feiertagen wie Oster- bzw. Pfingstmontag und in den Sommerferien wird nicht gewandert.
KoKuwaWi beinhaltet – wie der Name schon vermuten lässt – verschiedene Elemente. Im Zentrum steht die Kulturwanderung. Dabei werden auf der Strecke liegende Kirchen besucht, aber auch Ausstellungen und Museen. In Gmunden wurde beispielsweise die Manufaktur der Gmundner Keramik besichtigt. In den Kirchen gibt es kulturkundliche Einführungen. Stets wird aber auch ein Gebet gesprochen oder ein Lied gesungen – oft auf den Patron des Gotteshauses bezogen. Ein eigenes KoKuwaWi-Lied gibt’s auch schon.
Wanderung zum Genießen
Kommod sollte die Wanderung aber auf jeden Fall sein, es geht nicht um die Zurücklegung weiter Strecken – die Teilnehmer/innen sollen die Wanderung ja genießen können.
Auch das Wirtshaus ist wichtig: zum Rasten und gemütlichen Beisammensein. Montags ist ein offenes Gasthaus nicht so leicht zu finden. Hinter dem problemlosen Ablauf steht die ausgezeichnete Organisation des Teams: Annemarie Braune, Ing. Peter Mayer und Helga Stehrer sorgen für den glatten Ablauf. Die An- und Abreise wird immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt.
„Wir verstehen uns als offene Gruppe“, betont Braune: Jede/r kann mitmarschieren. Angekündigt wird KoKuwaWi in der Pfarre über die Aussendung „Nächste Woche“ und bei den Verlautbarungen im Sonntagsgottesdienst. Auch auf der Pfarr-Homepage wird KoKuwaWi angekündigt.
Ausgefallen ist KoKuwaWi noch nie. Rund ein Dutzend Wanderer sind meist unterwegs, auch bei schlechtem Wetter. Die meisten Teilnehmer sind ab 50 Jahre alt, die älteste Teilnehmerin ist 84. „Wenn das Wetter schlecht ist, heißt es halt KoKuwaWi-SauWe (Sauwetter)“, scherzt Helga Stehrer. Die 100. Wanderung fand im Juni vergangenen Jahres statt. Ottnang, Thomasroith und Zell am Pettenfirst gehörten zu den Stationen. Wie die Bilder unten belegen, war es damals nur KoKuwaWi – ohne SauWe!