Der Valentinstag steht vor der Tür. Vor allem den heimischen Blumenhändlern wird er große Umsätze bescheren. Leider gibt es nicht nur Gewinner.
Die Blumenpracht mitten im Winter hat auch ihre negative Seite. Werden die Blumen aus tropischen und subtropischen Regionen importiert, sind damit oft problematische Umstände verbunden. Aus Herkunftsländern wie Kolumbien, Kenia oder Thailand bei uns gelandet, haben sie zumeist schon eine lange Reise in Kühlflugzeugen hinter sich.
Das größte Problem liegt aber in den Produktionsbedingungen, denen die Arbeiter und Arbeiterinnen auf den Plantagen ausgesetzt sind. Ohne adäquate Schutzkleidung sind sie häufig den Bioziden ausgeliefert. In der Regel werden sie mit Hungerlöhnen abgespeist. Für sie ist der Valentinstag alles andere als ein gutes Geschäft!
Kauft man Blumen aus Entwicklungsländern, hat man immerhin die Alternative, jene des Flower-Label-Programmes zu kaufen (FLP). Das FLP ist eine weltweite Initiative der Menschenrechtsorganisationen, der Gewerkschaften und des Blumenhandels. Blumen mit dem FLP-Siegel garantieren zumindest soziale Grundrechte der ArbeiterInnen, wie z. B. existenzsicherende Löhne sowie eine Reduktion der Umweltbelastung.
Eine andere Möglichkeit ist, heimische Blumen zu kaufen. Fragen Sie am besten Ihren Händler nach dem Herkunftsland der Blumen.