Vergangene Woche veranstaltete das Sozialpädagogische Kolleg (SPK) der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz das Projekt „Mut machen“. Wichtiges Ziel des Projekts ist eine Pädagogik, die ermutigt.
Am 3. und 4. Februar statteten insgesamt fast 200 Mädchen und Buben den von den Studierenden des SPK gestalteteten „Mut-mach-Stationen“ an der Pädagogischen Akademie einen Besuch ab.
Angebote gab es auch reichlich, vom Garten der Sinne (siehe Bild oben), bei dem die Kinder Dinge ertasten und erfühlen mussten, über eine Schreibwerkstatt bis hin zu einem Klettergarten. Bei „Mutig essen“ gab es für jedes Kind einen Mut-Happen. Die Kinder brauchten einige Überwindung, um ihn zu essen. Er schmeckte zwar ganz normal, war aber doch sonderbar eingefärbt.
„Vom Zehnmeterturm springen“, „skifliegen“, „gegen einen Uno spielen“: Solche sehr unterschiedlichen Vorstellungen über den Begriff Mut brachten die Kinder, die an der Mut-mach-Station „Schreibwerkstatt“ teilnahmen, zu Papier. Tatsächlich verbindet jeder, ob jung oder alt, mit diesem Begriff etwas anderes. Für Edeltraud Mattes, Mitorganisatorin des Projektes, heißt mutig sein, auch über den eigenen Schatten zu springen. Das Projekt zielt auf eine Ermutigungspädagogik ab, in der es darum geht, Kindern Erfahrungen von Eigenkompetenz sowie positive Beziehungen von Lebensfreude und Lebenslust zu vermitteln.
Die Kinder hatten sichtlich Spaß bei den einzelnen Stationen und waren mit großem Engagement dabei. Dass Probleme vielfach spielerisch einfacher gemeistert werden können, war nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erwachsenen eine interessante Erfahrung. Die Studierenden lernten, sich in verschiedenste Situationen einzufühlen und ein Gespür im Umgang mit den Kindern zu entwicklen.
Als Belohnung für die Teilnahme an den verschiedenen „Mutproben“ gab es zum Schluss für die Teilnehmer noch eine Urkunde, auf die die Kinder sichtlich stolz waren.
ZUR SACHE
Sozialpädagogik
Die Schwerpunkte des Sozialpädagogischen Kollegs (SPK) liegen hauptsächlich auf den Bereichen Pädagogik, Didaktik sowie Heil- und Sonderpädagogik. Absolventen können dadurch zum Beispiel in die Kinderbetreuung gehen. Sie können aber auch im Behindertenbereich oder in der außerschulischen Jugendarbeit tätig sein. Die Berufsaussichten für die Absolventen sind durchwegs gut. Sozialpädagogische Einrichtungen haben einen stark zunehmenden Bedarf an gut ausgebildetem Fachpersonal.Neben einem viersemestrigen wird ein auch sechssemestriger berufsbegleitender Lehrgang angeboten. Der nächste berufsbegleitende Lehrgang beginnt im Herbst 2003, erst nach drei Jahren fängt wieder ein neuer an.
Interessenten können sich für nähere Auskünfte an Prof. Simbruner wenden, Tel. 0732/77 26 66-43 12, sowie per E-Mail: sib@padl.ac.at