Die Caritas Linz ist Partnerin in einem EU-Aktionsprogramm. Das Anliegen: Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung.
Maria Mitterhuber-Pfeiffer als EU-Beauftragte der Caritas der Diözese Linz kümmert sich um die Umsetzung des EU-Projektes in unserem Land. Sein Ziel ist die Beteiligung der Betroffenen. Von unten sollen Ideen in die Sozialpolitik eingebracht werden können. Derzeit läuft die erste Phase, die nationalen Aktionspläne werden durchforstet. Betroffene sind, so der Befund, nicht eingebunden. Ganz anders Holland: Dort hat der Staat das Prinzip der Betroffenen-Beteiligung verankert. Davon können andere lernen. So befruchtet internationale Zusammenarbeit. Im Projekt arbeiten Holländer, Franzosen, Griechen, Deutsche und Österreicher zusammen. Der nationale Aktionsplan Österreichs hat einen deutlichen Schwerpunkt bei allein erziehenden Müttern. Die Caritas Linz führt für diese Zielgruppe seit langem eine Beratungsstelle. Diese im Rahmen des EU-Projektes einzubinden, liegt daher nahe. In der zweiten Phase des Projektes, die im Herbst 2003 beginnt, werden Ideen umgesetzt. Die Caritas Linz will Qualifizierungsmaßnahmen entwickeln und Betroffene (konkret: allein erziehende Mütter) zu Wort kommen lassen. Sie sollen mit Sozialpolitiker/innen ins Gespräch kommen.Die Caritas Oberösterreich hat mit Maria Mitterhuber-Pfeiffer als einzige Caritas in Österreich eine EU-Beauftragte. Sie setzt damit ein deutliches Zeichen für die Einschätzung der EU als wichtige sozial- und friedenspolitische Größe. Mitterhuber-Pfeiffer über ihre Arbeit: „Ich will ein Stück Öffnung vermitteln.“ Ihre Aufgabe ist zu informieren, beraten, begleiten, vermitteln und dabei auch Zugänge zu EU-Förderungen zu öffnen. Caritas-Leute sollen sich an europäischen Projekten beteiligen. Und sie ist eine Antenne in die EU: Wo tauchen neue sozialpolitische Themen auf?