Welche Funktion hat das Jugendschutzgesetz und wie kann es am besten umgesetzt werden? Eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema veranstaltete das Akademische Gymnasium am 11. Februar. Unter der Leitung des Direktors der Schule, Mag. Hannes Baumgartner, diskutierten Landesabgeordneter Mag. Thomas Stelzer, Mag. Anreiter von der Abteilung Jugend des Landes Oberösterreich und Schulsprecher Christoph Mauhart.Das Jugendschutzgesetz ist in erster Linie für den Schutz der Jugendlichen gedacht und nicht zum Schutz der Gesellschaft vor den Jugendlichen, so die einhellige Meinung am Podium.Christoph Mauhart kritisierte den schwer verständlichen Gesetzestextes sowie den relativ geringen Informationsstand der Eltern und Gastwirte über das Gesetz. „Der Ausschank von Alkohol an Jugendliche wird in den Lokalen zu wenig kontrolliert, außerdem gibt es zu geringe Höchststrafen für Unternehmer bei einem Gesetzesverstoß“, unterstrich der Schulsprecher. Einige Jugendliche im Publikum regten deshalb an, dass es besser sei, wenn Jugendliche den Ausweis bei Kauf von Alkohol immer vorlegen müssten, um so eine bessere Kontrolle zu sichern. Ein weiterer Standpunkt der Schüler/innen, die Bestimmungen zum Jugendschutz besser einheitlich für ganz Österreich zu regeln, wurde naturgemäß von Landespolitiker Stelzer nicht geteilt. Er betonte, dass es besser sei, eine Regelung vor Ort zu haben.