Das Caritaszentrum bei Minsk wird im April 2003 fertig gestellt
Ausgabe: 2003/08, Weißrussland, Caritas, Minsk, St. Lukas, Krankenhaus
18.02.2003
- Ernst Gansinger, Paul Stütz
Das Caritaszentrum St. Lukas in Weißrussland wird heuer im Oktober eröffnet. Kirchenzeitungs-Leser/innen haben dazu über 150.000 Euro beigetragen.
Im April 2003 wird das Caritaszentrum St. Lukas fertig gebaut sein. In zwei Gebäuden ist das Mutter-Kind-Zentrum untergebracht, das schwer kranken Kindern und ihren Müttern für die Zeit der Behandlung im nahen Krankenhaus als Unterkunft dient. Für die Mütter und die kleinen Patient/innen, oft von weit entfernt gelegenen Dörfern kommend, war bisher ein Spitalsaufenthalt in Minsk sehr belastend. Nun ist es den Müttern möglich, den Kontakt zu ihren kranken Kindern aufrechtzuerhalten. Auch müssen die Familien den Aufenthalt nicht selbst bezahlen. Zwei weitere Häuser werden ein Ausbildungszentrum für den sozialen Bereich beherbergen. Der weißrussische Staat übernimmt einen Teil der Kosten. Das Zentrum St. Lukas im Minsker Vorort Borowlanji soll schon im Mai die Arbeit schrittweise aufnehmen. Ab Herbst dieses Jahres wird das Zentrum Vollbetrieb haben. Bischof Maximilian Aichern soll im Oktober St. Lukas eröffnen. Noch gilt es, den Innenausbau und die Ausstattung der Gebäude voranzutreiben. Man hofft auf Sachspenden österreichischer Firmen. Mit rund einer Million Euro jährlich unterstützt die Caritas Oberösterreich die Minsker Caritasarbeit. Neben dem Zentrum St. Lukas sind Computerklassen und Nähwerkstätten sowie der weitere Ausbau des Pfarrcaritas-Netzes Schwerpunkte dieser Arbeit.