Das Thema Berufung bleibt auch nach dem „Jahr der Berufung“ aktuell
Ausgabe: 2003/09, Berufung, BP,
25.02.2003
- Josef Wallner
Die Abkürzung BP steht nicht nur für eine Treibstoffmarke, sondern für Berufungspastoral. Otmar Stütz wird als Referent für Berufungspastoral das Anliegen in Diözese und Pfarren lebendig halten.
Die Bischöfe haben das Jahr 2001/02 für die gesamte Kirche Österreichs zum „Jahr der Berufung“ erklärt: Gottesdienste, Wallfahrten, Symposien und verschiedenste kirchliche Veranstaltungen standen unter diesem für die Zukunft der Kirche entscheidenden Thema. All diese Initiativen sollten nicht wieder sang- und klanglos verschwinden. Trotz Sparprogramm hat sich die Diözese daher zur Errichtung des Referates Berufungspastoral entschlossen. Mag. Otmar Stütz, vormals Leiter der pastoralen Fortbildung, steht dem Referat vor, unterstützt wird er von einen Team: von Spiritual Adi Trawöger, Susanne Gross (Referat Spiritualität), Sr. Teresa Hametner, Sr. Antonia Maria Huber und Hr. Paulus Manlik.
Vielgesichtige Berufung
„Wichtig ist, dass jeder Christ, jede Christin um die eigene Berufung als Getaufte/r weiß“, so Stütz. Diese Basis bildet für ihn die Voraussetzung über die verschiedenen Formen zu reden, in der Kirche einen Dienst zu zu tun. Stütz: „Unsere Arbeit kreist um Berufung und Berufe.“
Der Mangel an Priester- und Ordensberufen ist seit langem nicht mehr zu übersehen. Aber auch Jugendleiter/innen, Pastoralassistent/innen und Religionslehrer/innen fehlen. Ein Beispiel: Eine für mehrere Diözesen gemeinsam geplante Ausbildung zum Jugendleiter kam aus Mangel an Interessenten nicht zu Stande.
„Die Initiativen der Berufungspastoral wollen beitragen, dass Menschen entdecken, wie schön und reizvoll es ist, mit seiner ganzen Existenz für den Glauben einzustehen“, beschreibt Spiritual Trawöger die Aufgabe des Referates: „Wir möchten die geistlichen und kirchlichen Berufe im Bewusstsein halten.“
Achse zu Pfarren
Das Referat Berufungspastoral möchte auch eine starke Achse mit den Pfarren aufbauen. Die Gemeinden vor Ort sollen verstärkt die religiös suchenden Menschen in den Blick nehmen. „Pfarrer und Pfarrgemeinderäte sind am ehesten in der Lage Menschen auf einen Beruf in der Kirche anzusprechen und ihnen Gesprächspartner für weitere Überlegungen zu nennen“, meint Stütz. Gerade im Jahr der Bibel könnten die Berufungsgeschichten der Heiligen Schrift ein Anknüpfungspunkt für die Pfarren sein über das Thema ins Gespräch zu kommen.
Das Team um Otmar Stütz möchte sich aber nicht nur um neue Berufungen kümmern: „Wir wollen auch für die Berufungspflege Impulse geben.“ Gedacht ist an den Ausbau der geistlichen Begleitung für Seelsorger/innen.
Berufungspflege
Der Berufungspflege trägt heuer auch der Weltgebetstag um geistliche Berufe besonders Rechnung. Zusätzlich zum Gebet „um“ soll am 11. Mai 2003 das Gebet „der“ geistlichen Berufe seinen Platz haben. Diese Akzentverschiebung wurde vom Canisiuswerk, dem Österreich-Zentrum für geistliche Berufe, initiiert. Dieser Tag möchte den Geistlichen die Gelegenheit bieten miteinander für ihre Berufung zu beten und zu danken.
Zur Sache
Referat „BP“
Mag. Otmar Stütz, der Leiter des Referates für Berufungspastoral, ist im Priesterseminar der Diözese Linz erreichbar: Harrachstraße 7, 4020 Linz. Anfragen, Erstkontakte: Tel. 0732/77 12 05-81 42. E-Mail: otmar.stuetz@dioezese-linz.at. Eine Homepage ist im Aufbau, sobald sie fertig ist, wird die Kirchenzeitung darüber informieren.