Einsparen! – Ein Schlagwort mit dem Klang nach Besserung. Wer spart, hat Geld für wichtige Dinge. – Seit 1. März 2003 ist die „Förderungsstelle des Bundes für Erwachsenenbildung für Oberösterreich“ eingespart.
Da klingt dann, zumindest in einer größeren Zahl von Ohren, das Wort „einsparen“ nicht mehr so positiv. Die Servicestelle für die oberösterreichischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung und die Öffentlichen Bibliotheken ist dem Sparstift des Bildungsministeriums zum Opfer gefallen.
Wie wirkt sich das auf den einzelnen Bürger, die einzelne Bürgerin aus? Hofrat DDr. Franz Eichinger, bis 1. März 2003 Leiter der Förderungsstelle (und nun im Vorruhestand), zählt eine Reihe von Leistungen auf, die auch dem „Endverbraucher“ im Bildungssytem zu Gute kamen. Auch wenn das Land Oberösterreich die Aufagben (nicht das Personal) übernimmt, geht ein großer Erfahrungs- und Kompetenzfaktor verloren.
Die Förderungsstelle beriet Erwachsene in Zusammenarbeit mit dem Land und den Volkshochschulen über Weiterbildungswege, auch über die Berufsreife- und Studienberechtigungsprüfung. Sie hielt Infotage ab. Sie begleitete und betreute Projekte wie die Medienverbundprogramme oder Frauen-IT-Förderschwerpunkte und EU-Projekte. In enger Zusammenarbeit mit dem Erwachsenenbildungs-Forum OÖ war die Förderstelle an der Entwicklung und Bewertung des Qualitätssiegels der Erwachsenenbildung beteiligt. Sie beriet unter anderem Gemeinden bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung. Sie gab umfassende Unterstützung bei der Errichtung von Bibliotheken, etwa auch zu deren Medienauswahl. Sie führte eine Wanderbücherei mit nahezu 30.000 Medien, verlieh diese zum zeitweisen Einsatz. Dadurch war es auch kleineren Büchereien möglich, mehr attraktive Bücher anzubieten. Über 20.000 Entlehnungen pro Jahr sprechen eine beredte Sprache. Sie bot Aus- und Weiterbildung an für Bibliothekarinnen und Bibliothekare.