Der Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit ist erwiesen. Dies wurde auch am 17. März bei der Pressekonferenz des Armutsnetzwerkes betont.
Mag.a Paula Steiner vom Armutsnetzwerk etwa präsentierte Zahlen: Arme sind doppelt so oft krank wie Nicht-Arme. Die sogenannte Managerkrankheit mit Bluthochdruck und Infarktrisiko tritt bei Armen dreimal häufiger auf als bei Managern. Caritas-Direktor Mathias Mühlberger kann diese Angaben aus der Erfahrung der Caritas-Arbeit bestätigen: Mühlberger sagte, Leistungen im Gesundheitssystem dürfen nicht vom Einkommen abhängig sein. Gesundheits-Landesrätin Dr. Silvia Stöger wies darauf hin, dass die zentrale Grundlage für die Gesundheit der Bevölkerung die soziale Gerechtigkeit ist. Daher sei die derzeit diskutierte Ausweitung von Selbstbehalten abzulehnen. Soziallandesrat Josef Ackerl kann aus den Unterlagen des Sozialressorts den Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit bestätigen: 43 Prozent aller Klientinnen und Klienten der „Mobilen Hilfe und Betreuung“ haben ein Einkommen von 644 bis 862 Euro, während nicht einmal ein Prozent ein Einkommen von 1625 Euro oder darüber beziehen.