„Im Autoverkehr gibt es sehr einfache Symbole, die Orientierungshilfen sind. Für Fußgänger fehlt das.“
Der grüne Landtagsabgeordnete Gunther Trübswasser, selbst auf einen Rollstuhl angewiesen, will hier Änderungen. Ein Schritt dazu ist, auf die Probleme behinderter Menschen aufmerksam zu machen. „Weg frei! – Barrieren entdecken, verstehen & abbauen ist ein zentrales Anliegen zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung“.
Die GRÜNEN werden aus diesem Anlass am 25. und 26. April in Linz „Aktionstage Planquadrat“ durchführen. Damit wollen sie inmitten der Fußgängerzone in der Innenstadt Augen und Ohren von Passanten öffnen, die die Erfahrung behindert zu sein (zu werden) nicht kennen. Augen und Ohren öffnen für die Situation von Menschen, die mit geschlossenen Augen oder Ohren bzw. mit gelähmten Gliedmaßen das Leben meistern müssen. Eine gute Zusammenarbeit gibt es dazu mit der Linzer Kunst-Universität. Zwei Studentinnen werden demnächst eine umfangreiche Diplomarbeit über Barrieren in Linz und „Weg frei!“ präsentieren. Aber auch andere Partner sind bei den Aktionstagen mit kreativen Ideen dabei. Die Katholische Jugend wird mit der Volkshilfe gemeinsam das Augenmerk darauf lenken, dass nur ein schmaler Definitions-Pfad zwischen „nicht behindert“ und „behindert“ ist. SLI (Selbstbestimmt-Leben-Initiative) informiert über die Gegebenheiten in Linz, die dem Mobilitätsbedürfnis behinderter Menschen entgegenstehen. Durch die Aktionen könnte einem auffallen, dass keine Kirche in der Linzer Innenstadt barrierefrei erreichbar ist. Oder dass es für eine/n Rollstuhlfahrer/in mit einem großen Umweg verbunden ist, von der einen Seite des Hauptplatzes auf die andere zu kommen.