Ebenso wie in acht anderen mittel-osteuropäischen Ländern hat am Sonntag, 1. Juni im Linzer Dom Diözesanbischof Maximilian Aichern für Oberösterreich den Mitteleuropäischen Katholikentag eröffnet.
Den Eröffnungsgottesdienst im Linzer Dom feierten neben Vertretern aus acht europäischen Ländern auch Gäste aus den Partnerdiözesen Oberösterreichs – Budweis, Mostar, Alba Julia, Weißrussland – mit. Es gelte Europa zu festigen, betonte der Bischof. Der mitteleuropäische Katholikentag mache die Vielfalt Europas deutlich. Die acht Länder seien durch die christliche Tradition und die gemeinsame Geschichte miteinander verbunden.
Bischof Aichern verwies in seiner Predigt auf das gemeinsame Hirtenwort der Bischöfe der acht Länder. Die Gläubigen sollten den Mitmenschen – besonders auch jenen, die in Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen – „die Kraftquellen Gottes erschließen“, heißt es in dem gemeinsamen Hirtenwort. „Wir sollen uns um die Seele Europas kümmern, die fähig ist, die Wirtschaft in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen, die Politik zu einem Ort verantwortlicher und weitblickender Entscheidungen zu machen, das soziale Leben zum Raum für die Förderung der Institutionen von der Familie bis zu den Vereinigungen, die das lebendige Gewebe der neuen europäischen Gemeinschaft darstellen“, zitierte Bischof Aichern aus dem Hirtenwort. Es gelte auch, die heutige Verantwortung gegenüber ärmeren Völkern und für den Aufbau von weltweiter Gerechtigkeit und umfassendem Frieden zu sehen. „Wir Bischöfe hoffen, dass die Soziallehre der Kirche eine wertvolle Orientierung und ein Bauprinzip des neuen Europas werden könnte“, sagte Bischof Aichern.