Derzeit lässt die Pfarre nicht nur das Dach der Kirche reparieren, sondern tätigtauch eine Investition in die Bewahrung der Schöpfung.
Auf umweltfreundliche „Energie von oben“ setzt die Pfarre St. Konrad ihre Zukunft. Denn der moderne Kirchenbau (1959-61) auf dem Linzer Froschberg bietet ideale Voraussetzungen für die Errichtung einer Solarstromanlage: Die Kirche liegt frei und kann nicht verbaut werden. Das große Dach ist der Sonne zugewandt.
Es mangelt nicht an Theorie
Pfarrer Dr. Walter Wimmer hat daher aufgrund verschiedener kirchlicher Aufforderungen zur ökologischen Umkehr den Entschluss gefasst, den Worten Taten folgen zu lassen, denn: „Das Problem bei der Wahrnehmung der Schöpfungsverantwortung besteht nicht so sehr in dem Mangel an theoretischen Stellungnahmen, sondern viel mehr in der konkreten Umsetzung in den christlichen Gemeinden.“ Das 340.000 Euro teure, von Land OÖ, Stadt Linz und Diözese Linz geförderte Projekt wird von der Linz AG durchgeführt. Der Strom wird auch direkt in das Netz der Linz AG gespeist. Über einen Contracting-Vertrag zahlt die Pfarre mit den Stromkosten die Anlage ab, bis sie vollständig in ihren Besitz übergeht. Dann soll sie zumindest den Eigenbedarf der Pfarre decken. „Im Pfarrgemeinderat und im Finanzausschuss haben wir einige Techniker. Die haben das Projekt vorher gut durchleuchtet“, berichtet der Obmann des Finanzausschusses, Diplomvolkswirt Alois Lennert. Mit einer Projektmappe ist die Pfarre dann wegen der Förderungen zum Land gegangen. Im September soll die Anlage in den Probebetrieb gehen und zum Erntedankfest am 4. Oktober offiziell eröffnet werden. Gleichzeitig mit der Errichtung der Anlage wird das Dach repariert. „An Regentagen regnet es herein und der Mesner muss Wannen aufstellen“, erzählt Kaplan Mag. Hans Wimmer. So schlägt die Pfarre mit der Baustelle am Dach zwei Fliegen mit einer Klappe.