„Wir verstehen uns als eine offene Pfarre, die den Menschen entgegenkommt“, erklärt Pfarrer Franz Salcher zum Fünfzig-Jahr-Jubiläum der Linzer Stadtrandpfarre Guter Hirte. Die provisorische Barackenkirche ist vor 25 Jahren einem großzügig angelegten Gebäudekomplex gewichen, aber der Geist des Aufbruchs ist lebendig geblieben. Der mit dem Solidaritätspreis der Kirchenzeitung ausgezeichnete Solar-Arbeitskreis ist ein Beispiel dafür. Aber auch in der Pastoral soll „Aufgeschlossenheit“ mehr als ein Schlagwort sein: „Aufgeschlossen heißt für uns, dass nicht Gesetz und Norm Prioriät haben, sondern der Mensch mit seiner konkreten Geschichte und mit seinem Gewissen“, so Pfarrer Salcher. Von den rund 5.000 Bewohnern des Pfarrgebiets in der Neuen Heimat gehören an die 1.800 nicht der Kath. Kirche an, ein Großteil von ihnen sind Ausgetretene. Diese Situation verlangt eine Offenheit für alle Menschen, die Gott suchen: „Wir laden alle Menschen ohne Unterschied ihrer Herkunft und ihrer religiösen Zugehörigkeit zu unseren Gottesdiensten ein.“ Man versuche dem Namen der Pfarre gerecht zu werden und den Menschen – wie der Gute Hirte der Bibel – „Ruheplätze am Wasser zu geben“. (Siehe auch Seite 14.)