Stärken behinderter Menschen und Schwächen der Gesellschaft kamen bei einem Kurs der Volkshochschule Rohrbach zur Sprache. Es war der erste Kurs, der besonders auch behinderte Menschen zur Teilnahme motivieren wollte. Die Initiative ergriff die ARTEGRA Werkstätten GmbH in Altenfelden, von wo auch viele teilnahmen. Ziel war, den Menschen ihre Talente bewusst zu machenund ihre Persönlichkeit zu stärken. Die Teilnehmer/ innen setzten sich mit den Herausforderungen des Lebens auseinander.Behinderte Menschen identifizieren sich sehr mit ihrer Arbeit, von der sie Bestätigung erfahren. „Wesentlich ist , den Blick darauf zu richten, was die Menschen gut können, und nicht darauf, was sie nicht können“, resümiert Behindertenbetreuerin Anna Haider.
Armut kränkt
Armut ist Kälte, macht krank, macht einsam ... stellt Michaela Moser von der Armutskonferenz fest. So schätzt es auch EXIT-sozial ein; der Verein veranstaltete die Fachtagung „Armut kränkt die Seele“. Armut kränkt die Seele, besonders psychisch kranker Menschen. Als psychisch Kranker ins Abseits zu rutschen, ist ungleich „einfacher“, als aus der sich daraus ergebenden Arbeitslosigkeit, Verschuldung und Wohnungslosigkeit wieder herauszukommen. EXIT-sozial betont die Wichtigkeit materieller Absicherung. Sie komme noch vor therapeutischer und psychosozialer Betreuung. Partnerschaftlicher Umgang von Banken und Behörden mit finanziell schlecht gestellten Menschen erleichtert die Rückkehr ins „normale“ Leben. Österreich müsse, das fordert auch die Armutskonferenz, die Bekämpfung und Vermeidung von Armut und Ausgrenzung als oberste Aufgabe des Gemeinwesens in der Verfassung verankern.