Bischof Aichern mahnt Rücksichtnahme auf die Schwachen ein
Ausgabe: 2004/02, Soziales Jahr 2004, Sozial, Aichern, Bischof, Schwachen, Rücksicht
07.01.2004
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Dreißig Könige von der Pfarre Linz-Christkönig nahmen am 27. Dezember 2003 an der Sendungsfeier im Wiener Stephansdom teil. Zu den Höhepunkten des Festes gehörte die Grußbotschaft von Papst Johannes Paul II. anlässlich 50 Jahre Dreikönigsaktion der Jungschar.
In seiner Neujahrspredigt und in der Predigt zum Dreikönigstag betont Bischof Maximilian Aichern die soziale Verantwortung und offene Augen für die Probleme der Menschen. Die Kirchenzeitung bringt Auszüge aus beiden Ansprachen.
„2004 soll ein soziales Jahr werden“, so Bischof Aichern in seiner Neujahrspredigt. „In unserer Heimat stehen manche Probleme, im Gesundheitsbereich, bei den Pensionen, in der Asylantenfrage, im Umweltschutz und anderswo an. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, dabei mitzuwirken und beizutragen, dass jene, deren Stimme weniger Gewicht hat, ebenso Berücksichtigung finden wie die gesellschaftlich mächtigen Gruppen. ...
Das heute begonnene Jahr – so hoffen wir – soll uns in den brennenden Weltproblemen ein Stück einer Lösung näher bringen. Die bedrohliche Ungleichheit zwischen Industrieländern und der so genannten Dritten Welt gehört da genau so dazu wie die Spannungen im Heiligen Land, im Irak und in Afghanistan sowie in afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern. In seiner heurigen Botschaft zum Weltfriedenstag setzt sich Papst Johannes Paul II. für die Stärkung der UNO und die Schaffung einer internatio-nalen Ordnung ein. Der Kampf gegen den Terrorismus dürfe nicht bloß auf Unterdrückungs- und Strafaktionen hinauslaufen – welche allzu oft verheerende Konsequenzen für die Bevölkerung haben.“
Ein Jahr des Heils
„Für uns Christen ist das heurige Jahr vor allem ein Jahr des Heiles. Das heutige Evangelium steht wie ein Motto über dem Jahresbeginn. Wie Maria und Josef dem neu geborenen Erlöser den Namen Jesus, zu deutsch `Gott hilft´gegeben haben, soll der Glaube an diese Hilfe Gottes und seine Begleitung über dem Jahr 2004 stehen.“
Bischof Aichern zum Dreikönigs-Fest: „Was durch die Sternsinger getan wird, ist ein Zeichen der Hoffnung im Geiste Jesu. Ich bin überzeugt, dass unsere Bevölkerung insgesamt die Sternsinger gerne aufnimmt, ihr Segensgebet schätzt und ihre Hilfsprojekte in den Entwicklungsgebieten unserer Welt unterstützt. (...) Ja, die Könige waren da und haben den Herrn gelobt, den Segen gebracht und helfen den Menschen. Die Drei Könige lehren uns, den Herrn zu suchen und zu finden. Bleiben wir immer bereit, Gott zu begegnen, und schenken wir dem Herrn das Wertvollste, das wir haben: Das ist nicht Gold, Weihrauch und Myrrhe. Das Wertvollste, das wir ihm schenken können, das sind wir selbst. Schenken wir uns selbst ihm und den Mitmenschen. Amen.“