Die Erzdiözese Belgrad ist gemessen an der Zahl der Katholiken eine kleine, aber flächenmäßig große Diözese. Sie umfasst das Gebiet der Republik Serbien von der Donau im Norden bis zur makedonischen Grenze und Montenegro. Wie viele Katholiken in ihren 15 Pfarren leben, ist heute schwer festzustellen, weil während der politischen Umwälzungen des letzten Jahrzehnts viele Katholiken das Land verlassen haben. Die große Bedeutung der Erzdiözese und von Erzbischofs Stanislav Hocevar SDB liegt in den ökumenischen Beziehungen zur serbisch-orthodoxen Kirche, deren Patriarch seinen Sitz in Belgrad hat. Auch der im Bürgerkrieg aufgeflammte Konflikt zwischen serbischen und kroatischen politischen Kräften konnte die ökumenischen Beziehungen in Belgrad nicht dauerhaft schädigen. So gibt es zwischen den beiden Kirchen eine praktische Zusammenarbeit bei der staatlichen Regelung des Religionsunterrichtes, an der sich auch Kirchen der Reformation und Muslime beteiligen.
Erzbischof Hocevar spricht am19. Januar um 19.30 Uhr an der Katholisch-theologischen Privatuniversität Linz zum Thema: „Christliche Kirchen in Serbien heute. Ihre Situation - ihre ökumenischen Beziehungen und ihr Verhältnis zum Staat“.
Kirche in Not
Dieser Ausgabe der KIZ liegt ein Spenden-Erlagschein von Kirche in Not/Ostpriesterhilfe bei. Wir bitten um Beachtung.