LH-Stv. Franz Hiesl: Ja zum Ausbau der Straßen, Ja zu Familie und Kind
Ausgabe: 2004/04, Hiesl, mobil, Familie
20.01.2004
- Ernst Gansinger
Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl ist u. a. für den Straßenbau, das Landespersonal und die Familienpolitik zuständig. Mit ihm setzen wir unsere Interviewreihe fort.
LH-Stv Hiesl sieht in allen Politikfeldern Berührungsflächen zur Kirche und überall wünscht er sich kritisch-waches Engagement von Christen. So bündelt er seine Antwort auf die eine Frage: Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Hiesl: Im Straßenbau ist es die Fortsetzung der Infrastrukturoffensive „Straßen für die Zukunft“. Gut ausgebaute Straßen sind die Wohlstandsachsen der Zukunft. Die Menschen wünschen sich Mobilität. Die Zahl der Kraftfahrzeuge steigt. Oberösterreich sagt deshalb Ja zum raschen Ausbau der Straßen und Ja zum Ausbau und zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, etwa durch die Tätigkeit der NAVEG in Zusammenarbeit mit der Stadt Linz. Bis 2009 werden wir folgende wichtige Straßenprojekte realisieren: Lückenschluss auf der A 9 Pyhrnautobahn und Vollausbau, durchgehende Generalsanierung der A 1 Westautobahn, Fertigstellung A 7 mit der Einhausung Bindermichl, Startschuss für Bau der S 10 im Mühlviertel, Bau der B 309 Steyrer Bundesstraße, Startschuss für A 26 Westring Linz, Beginn der Generalsanierung der A 8 Innkreisautobahn. Auch wichtige Ortsumfahrungen werden gebaut. In der Familienpolitik wollen wir der Jugend Mut machen, Ja zum Kind und zur Familie zu sagen. In Oberösterreich leben in den 250.332 Familien mit Kindern 445.510 Kinder. Insgesamt werden seitens des Landes Oberösterreich oberösterreichische Familien mit mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr unterstützt. Noch 2004 werden wir eine neue Familienförderung, den Oö. Kinderbetreuungsbonus, ins Leben rufen. Wir wollen den Familien die finanziellen Aufwendungen für die inner- oder außerfamiliäre Betreuung ihrer Kinder vom 3. bis zum 6. Lebensjahr teilweise abgelten. Seit dem Kinderbetreuungsgeld ist auch erstmals garantiert, dass Kinderbetreuung pensionsbegründend wirkt. Damit ist eine Aufwertung des Arbeitsplatzes „Haushalt und Familie“ verbunden.