Ausgabe: 2004/05, Stanislav, Osteuropa, Pro Oriente
27.01.2004
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Mit 5.000 Katholiken steht Erzbischof Stanislav Hocevar einer Mini-Diözese vor, doch die Bedeutung des Erzbistums Belgrad lässt sich für die katholische Kirche nicht an Zahlen festmachen: „Der ökumenische Dialog mit der serbisch-orthodoxen Kirche ist von enormer Bedeutung“, erläutert der Erzbischof. Die serbisch-orthodoxe Kirche sei ein bedeutender Faktor in Osteuropa. An der Schnittstelle zwischen Ost und West komme den Orthodoxen eine wichtige Rolle zu. Hocevar konnte seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 dem Dialog bereits feste Formen geben. Die Errichtung eines Studienzentrums wäre von größter Bedeutung, so der Erzbischof. Als Bischofspalais dient ihm die ehemalige österreichisch-ungarische Botschaft, in deren Räumen nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger 1914 die Kriegserklärungen überreicht wurden. Seine Residenz ist kein Ort, wo Gräben vertieft, sondern wo das Zusammenleben gefördert wird, so Hocevar vom Orden der Salesianer Don Boscos.