„Solange es immer noch Familien gibt, in denen eine uneheliche Geburt als unerträglicher Makel angesehen wird, solange sich immer noch Männer kommentarlos aus der Verantwortung für das von ihnen gezeugte Kind zurückziehen können, ohne dass ihr Freundeskreis das missbilligt, solange nicht Eltern und Bezugspersonen einer ungewollt Schwangeren ... ihre bedingungslose Unterstützung zur Aufnahme des Kindes zeigen, wird eine Kultur des Lebens Utopie bleiben.“ Mit diesen deutlichen Worten unterstrich der Linzer Moraltheologe Dr. Michael Rosenberger in der Vorwoche in einem Journalistengespräch, dass die Veranwortung für gezeugtes Leben nicht den Frauen allein zugemutet werden darf. Rosenberger kritisierte, dass in Österreich über Zahlen und Gründe zur Abtreibung keine statistischen Daten erhoben würden. Das jedoch wäre eine Voraussetzung für die auch von Bischof Maximilian Aichern letzte Woche eingemahnten Begleitmaßnahmen zur Fristenregelung.