Ausgerechnet die Brucknerstadt schmückt sich mit einem klingenden Bild, das eigentlich an den Wiener Walzerkönig erinnert. Denn bei „Blue Danube“ denkt man leichter an die Klänge von der „blauen Donau“ als an den Linzer Flughafen – Entschuldigung: Airport.
Aber eigentlich ist das egal. Vergangene Woche ist das Spiel zugunsten der Mozartstadt ausgegangen. Am Mittwoch hat „air alp“ ihren Flug, der um 13.40 Uhr von Amsterdam nach Linz führen sollte, kurzfristig gestrichen. Dafür haben die Passagiere fünf Minuten früher nach Salzburg abgehoben. Ausnahmslos alle fünf, die im 31-sitzigen Flugzeug nach Linz gebucht waren. Darunter auch Erzbischof Diarmuid Martin. Deshalb ist er von Dublin zwei Stunden zu spät zur Tagung des Mitteleuropäischen Katholikentages in Puchberg gekommen. Sein Gepäck bekam Martin gar erst vor dem Rückflug.
Eine „technische Ursache“ sei offiziell schuld gewesen. Eine „finanztechnische“ meint der vielfliegende Erzbischof: „Dieser Flug hat sich einfach nicht rentiert.“ Gehören solche nicht unbekannten Geschäftspraktiken auch zum Linienflugangebot des Linzer Flughafens, dann sollte er besser „Tritsch-Tratsch-Airport“ heißen.