Was früher in den Vereinigten Staaten der Wilde Westen war, ist in Europa heute der unbekannte Osten. „Wirtschaftsflüchtlinge“, heißt es oft, wenn Menschen aus Georgien oder Tschetschenien nach Österreich kommen.
Gemeint ist eigentlich: Die werden nicht verfolgt, die wollen sich bloß die Taschen füllen. Aber wer weiß wirklich, wie es Menschen geht, wenn etwa in Georgien die Polizisten mit der Mafia zusammenarbeiten oder Kinder, die auf der Straße leben, kaum zu essen haben und keine Schulbildung genießen können?
Die Auslandshilfe der Caritas sammelt bei der Ostsammlung u.a. für ein Straßenkinderprojekt in Rumänien. Österreich kann aber mehr als Geld geben: Die soziale Wärme fusst auf der Sozialpartnerschaft. Österreich könne dieses Erfolgsmodell nach Westeuropa wie nach Osteuropa tragen, lautete der Tenor einer großen Tagung zum Mitteleuropäischen Katholikentag im Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels.